In Syrien wurde bisher keine vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen genehmigte humanit re Intervention eingeleitet. Versuche, einen Waffenstillstand zwischen den beteiligten Parteien zu erreichen, sind wiederholt gescheitert. In dieser Studie werden drei internationale Akteure im Hinblick auf ihre Haltung zur R2P-Doktrin (Responsibility to Protect) untersucht. Insbesondere wird die Option untersucht, die Verantwortung f r humanit re Interventionen zu institutionalisieren. Zu diesem Zweck wird die R2P-Doktrin anhand von zwei internationalen Organisationen, der NATO und der EU, und einem wichtigen nationalen Akteur, den Vereinigten Staaten, analysiert. F r die USA spielen geopolitische Faktoren eine gro e Rolle, und es wird erl utert, dass die politische Struktur und die Entscheidungen des Pr sidenten f r die Entscheidungen des Landes entscheidend sind. F r die NATO spielt der Mangel an Legitimit t eine zentrale Rolle, wenn es um R2P geht, zusammen mit dem historischen Pr zedenzfall ihrer Beteiligung am Konflikt in Libyen 2011. Schlie lich wird die EU beschrieben, wobei der Schwerpunkt auf den institutionellen Beschr nkungen und ihrem Potenzial liegt, eine normative Autorit t f r R2P zu werden. Durch die Analyse dieser internationalen Akteure wird der Versuch unternommen, den Syrienkonflikt in eine breite internationale Perspektive zu stellen.
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