Studienarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Kunst - Kunstgeschichte, Note: 1,0, Universit t Duisburg-Essen (Kunst und Kunstwissenschaft), Sprache: Deutsch, Abstract: Die Geschichte des Pygmalion aus den "Metamorphosen" von Publius Ovidius Naso (im Folgenden: Ovid) und Mary Shelleys "Frankenstein: Oder der moderne Prometheus" trennen zwar fast 1800 Jahre, aber trotzdem behandeln sie dasselbe Thema: Die Erschaffung eines k nstlichen Menschen, der durch wundersame Geschehnisse zum Leben erweckt wird. Das Thema selbst ist schon bei Ovid nicht neu (vgl. z.B. Hephaistos- oder Prometheus-Mythos), verweist es doch auf den Glauben der Menschheit an eine h here Instanz, die in der Lage ist, Lebewesen zu erschaffen (und wieder zu vernichten.) Verschiedene Religionen und Theoretiker nahmen und nehmen als selbstverst ndlich an, dass der Mensch auf einen g ttlichen oder gott hnlichen Sch pfer zur ckzuf hren ist. In diese Deutungstradition reihen sich nicht nur Ovid, sondern auch Heinrich Cornelius Agrippa, Paracelsus, Albertus Magnus, Jacques de Vaucansons, Julien Offray de La Mettrie, Mary Shelley und viele andere ein. Trotz der gemeinsamen Voraussetzungen, die die Sch pfer Pygmalion und Frankenstein teilen, soll diese Arbeit auf die Unterschiede zwischen ihnen hinweisen. Es soll dargestellt werden, wie sich aus dem positiven Pygmalion-Mythos der gegens tzliche, negative Frankenstein-Roman entwickelt hat und welche Auswirkungen diese Entwicklung auf die im Fokus dieser Arbeit stehende Kunst der Aufkl rung hatte. Dabei wird vor allem die These verfolgt, nach der Pygmalion und Frankenstein als antagonistische Konzeptionen angesehen werden k nnen, da eine Umdeutung vom Positiven (Liebe und Zeugung) zum Negativen (Hass und Zerst rung) stattgefunden hat.
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