Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: 1,0, Universit?t Stuttgart (Institut f?r germanistische Linguistik), Veranstaltung: Hauptseminar "Typologie II", Sprache: Deutsch, Abstract: F?r den Begriff der Possessivit?t scheint sich zun?chst das Konzept des Besitzes, des Eigentums oder der Zugeh?rigkeit anzubieten. Die allgemeine Gleichsetzung von Besitz und Possessivit?t wird auch daran deutlich, dass deutsche Schulgrammatiken h?ufig Possessivpronomen als "besitzanzeigende F?rw?rter" bezeichnen. Als linguistisches Ph?nomen ist Possessivit?t allerdings nicht auf den Begriff des Besitzes beschr?nkbar. Schon Lyons (1977) stellt fest, dass lediglich eine Minderheit der possessiven Konstruktionen etwas mit Besitz oder Eigentum im w?rtlichen Sinne zu tun haben. Denn bei possessiven ?u erungen wie beispielsweise "seine Dem?tigung" oder "sein Err?ten" kann n?mlich selbst bei einer gro z?gigen Interpretation nicht mehr von "Besitz" die Rede sein. Die Ausdrucksweisen der Possessivit?t k?nnen dabei von Sprache zu Sprache stark variieren. Einige Sprachen realisieren Possessiva als Affix, andere stellen sie pr?- oder postnominal. Bei fast allen Sprachen findet dabei aber Artikel-Possessivum-Komplementarit?t statt, die in den meisten F?llen eine Kombination aus Artikel und Possessivdeterminativ nicht zul?sst. Daneben gibt es zwar Sprachen, wie das Italienische oder Neugriechische, die von dieser Regel abweichen, dennoch ist eine Argumentation, die dieses Ph?nomen durch ?konomische Motivation erkl?rt, nicht nur plausibel, sondern sinnvoll. Das Prinzip der ?konomie ist n?mlich, im Vergleich zu anderen Analysen, auf die gro e Mehrheit der Sprachen erfolgreich anzuwenden.
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