Bislang galt das Interesse der Forschung den Zeichnungen, der Druckgraphik und Kunsttheorie von Pietro Testa. Die Malerei hat dagegen nur wenig Aufmerksamkeit erfahren. Die vorliegende Publikation untersucht erstmals das malerische OEuvre eines K nstlers, der zwischen 1628 und 1650 in Rom und Lucca t tig war. Mit dem Ziel, den K nstler im Kontext der r mischen Barockmalerei neu zu positionieren, wird die Malerei nicht als isoliertes Ph nomen innerhalb des Schaffens von Pietro Testa behandelt, sondern stets in Beziehung zu seinen Zeichnungen und Radierungen, seiner Kunsttheorie und seinem sozialen Umfeld gesetzt. Das Verh ltnis des Malers zu Auftraggebern wie Cassiano dal Pozzo, Vincenzo Giustiniani und Girolamo Buonvisi werden ebenso analysiert, wie seine fruchtbaren, manchmal auch konfliktgeladenen Beziehungen zu Pietro da Cortona, Domenichino, Nicolas Poussin und Pierfrancesco Mola. Die im Werkkatalog enthaltenen Informationen zu Literatur, Provenienz, Stil, Ikonographie und Datierung der Gem lde, basieren auf langj hrigen Forschungen in europ ischen und amerikanischen Archiven und Sammlungen.
W hrend lange Zeit davon ausgegangen wurde, dass Testa haupts chlich als Nachzeichner antiker Kunstwerke t tig war und als Sch pfer von Radierungen hervortrat, w hrend der Forschung nicht mehr als 17 Gem lde bekannt waren, zeigen die hier zusammengetragenen und kommentierten 32 Gem lde, dass die Malerei urspr nglich einen wesentlich bedeutenderen Stellenwert im Schaffen des K nstlers einnahm, als bisher angenommen wurde.