Kaum ein Satz der Soziologie hat sich so tief eingepr gt wie dieser: Der Geschmack, den wir f r das Pers nlichste an uns halten, ist in Wahrheit das Sozialste und verr t mit erstaunlicher Regelm igkeit, woher wir kommen. Pierre Bourdieu hat diesen Satz nicht blo behauptet, er hat ihn gemessen, an Tausenden Frageb gen ber M bel, Musik und Speisekarten, und daraus ein Werk gebaut, das die Soziologie bis heute pr gt.
Dieses Buch folgt Bourdieu von einem Dorf am Fu der Pyren en ber das koloniale Algerien bis in die Museen und Schulen von Paris. Es erkl rt den Habitus, jene fr h einverleibte Pr gung, die sich wie eine zweite Natur anf hlt, die vier Arten von Kapital und die stille Gewalt, mit der eine Gesellschaft ihre Ungleichheit an Kleinigkeiten festmacht und in Verdienst verwandelt, allen voran am Versprechen der Schule, jedem denselben Weg zu ffnen.
Ausgewogen und quellengenau, ohne Anklage und ohne Abwehr: eine Einf hrung in einen Denker, der dem scheinbar Freiesten an uns seine Unschuld genommen hat.