Sicherheit und Kriminalit t werden traditionell als direkt konkurrierend begriffen. Kriminalit t gef hrdet die Sicherheit, Sicherheit besteht daher in der Abwesenheit von Kriminalit t. So die traditionelle Perspektive, die angesichts steigender Sicherheitsbed rfnisse zu einer verst rkten Repression und Exklusion von Kriminalit tsrisiken f hrt. Der Staat zieht seine historische Legitimierung aus der Gew hrleistung von Sicherheit und wird damit zum Tr ger von gesteigerten und bersteigerten Schutzerwartungen. Diese Erwartungen steigen in demselben Ma e wie sie angesichts der Unvermeidbarkeit des Risikos notwendigerweise entt uscht werden. Eine genauere Betrachtung des Ph nomens Kriminalit t zeigt jedoch, dass Kriminalit t ein unvermeidbarer und sogar funktionaler Bestandteil jeder Gesellschaft ist. Die Normen, die jede Gesellschaft verbinden, werden erst durch die Abweichung von der Norm und deren Sanktionierung deutlich. Innere Sicherheit erfordert daher eine eigenst ndige Definition, die sich nicht aus der blo en Frage der Kriminalit t ableitet. Innere Sicherheit besteht im Vertrauen. Im Vertrauen auf eine ungef hrdete Lebensgestaltung im Alltag, trotz des unvermeidbaren Ph nomens von Kriminalit t.
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