Doktorarbeit / Dissertation aus dem Jahr 2000 im Fachbereich Literaturwissenschaft - Allgemeines, Universit t Bielefeld (Prof. Friedmar Apel), Sprache: Deutsch, Abstract: Das letzte Jahrzehnt des zwanzigsten Jahrhunderts wurde, nachdem man sich eher berrascht vom Zusammenbruch des Blockdenkens in Deutschland innerhalb eines Jahres wiedervereinigt vorfand und sich nicht nur politisch neu zurechtzufinden hatte, im ffentlichen Er rtern der geistesgeschichtlichen Situation mehrfach aufgescheucht. In einer der vielen Feuilleton-Debatten, die in diesen Jahren gef hrt wurden, kam Botho Strau politisch in den Verruf einer reaktion ren und demokratiefeindlichen 'persona non grata', was den Autor und seine Arbeit umso berraschender und ungerechter traf, als er sich im Unterschied zu den ffentlich debattierenden Walser, Handke, Grass oder Sloterdijk kaum selbst am Disput beteiligte. Ausreichend und ausschlaggebend f r das ffentliche Urteil waren wenige aus dem Zusammenhang gerissene Reizworte in der bisher gr ten ffentlichen Provokation seines Spiegelessays "Anschwellender Bocksgesang." Die Debatte hatte ihre Wurzeln jedoch in einem lteren Streit um die Einsch tzung der Autoren Botho Strau und Peter Handke, der 1985 zwischen den Feuilletons der Neuen Z richer Zeitung und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ausgetragen wurde. W hrend man sich 1992/93 eher um eine politische und philosophische Begrifflichkeit, bzw. um die 'rechte' Einsch tzung der politischen Provokationen stritt, zeigte die Diskussion von 1985 deutlicher den sthetischen bzw. kunsttheoretischen Hintergrund der Auseinandersetzung. Die Neue Z richer Zeitung hatte in einer Literaturkritik-Beilage zu einer Kritik der Kritik und einer Revision der sthetischen Ma st be aufgerufen. In seinem Leitartikel " ber das Bed rfnis nach Sch nheit" erkl rte Peter Hamm, warum ihm eine neue Reflexion ber den Begriff des Sch nen und eine Revision der literaturkritischen Ma st be geboten schien: ...]
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