Wenn man heute mit Genugtuung feststellt, daB wir im Deutschen Bundesgebiet kaum noch Arbeitslose, praktisch also die Vollbesch ftigung erreicht haben, so wird dabei meist bersehen, daB dieser Erfolg mit Opfem erkauft ist, und zwar den Opfem an Freizeit, Gesundheit, Kosten und Familiengl ck, die viele der so- genannten Pendelwanderer t glich bringen m ssen. J eder gr Bere Bahnhof bietet einen anschaulichen Ausschnitt der Pendelwanderung, wenn am fr hen Morgen die Pendier in dichten Wellen herausstr men und abends wieder zur ckflieBen. Unwillk rlich fragt sich hier der Beobachter: Warum m ssen so viele Menschen erst eine Reise machen, urn von ihrer Wohnung zum Arbeitsplatz und wieder zur ck zu kommen? Die Zeit ist freilich vor ber, da man in der Regel unter dem gleichen Dach wohnen und arbeiten konnte, das Industriezeitalter hat Wohnung und Arbeitsplatz grund- s tzlich getrennt, aber vielen Erwerbst tigen ist es nicht einmal mehr verg nnt, am gleichen Ort zu wohnen und zu arbeiten, sie m ssen t glich zwischen Wohn- gemeinde und Betriebsgemeinde hin- und herpendeln. Und doch w re es verfehlt, die Pendelwanderung einfach als notwendige Folge unserer Wirtschaftsform und damit als unab nderlich hinzunehmen. Ihr Vorhandensein beweist vielmehr, daB bisher vers umt wurde, Wohnstandort und Betriebsstandort in unserem Raum zweckm f3ig aufeinander abzustimmen. Nichts sollte daher n herliegen, als aus Umfang und Art der Pendelwanderung die notwendigen Schl sse zu ziehen f r eine bessere Standortpolitik im Wohnungs- und Siedlungswesen und f r die k nftige Ordnung unseres Raumes berhaupt.
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