Sp testens seit dem russischen berfall auf die Ukraine fordern viele, die fr her den Ideen der Friedensbewegung anhingen, jetzt mit Nachdruck milit risches Engagement. Pazifisten spielen im ffentlichen Diskurs keine Rolle mehr. Der Autor fragt, wie auch unter heutigen Bedingungen friedensorientierte Gesichtspunkte noch in praktische Politik einflie en k nnen. Die so gefundene Position nennt er pazifistische Option. Diese wird als Denkalternative zur Position der milit rischen Option angeboten, die glaubt, nur mit milit rischer St rke einem aggressiv auftretenden Russland entgegentreten zu m ssen. Gezeigt wird, wie sich unsere Gesellschaft unter der Herrschaft dieses Denkens ver ndert, wie sich Diskurse verengen und das neue Freund-Feind-Denken eher in einen Krieg hineinf hrt, als dass es ihn verhindert. Dass neben weiteren Gr nden die Osterweiterung der NATO, die ohne R cksichtnahme auf russische Befindlichkeiten durchgesetzt wurde, in der Kausalkette zum berfall auf die Ukraine beigetragen haben d rfte, wird in unseren Leitmedien als 'Putins Narrativ' abgetan oder im politischen Diskurs tabuisiert. Pazifistische Positionen lehnen derartige unzul ssige Vereinfachungen ab. Nur ber eine Abkehr vom einseitigen Gut- und B se-Schema, ber eine Bereitschaft, auch eigenes Versagen einzugestehen, er ffnen sich neue Wege zu einem Frieden, der diesen Namen verdient.
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