n der Ostsee, dort wo der Wind Geschichten sammelt und das Meer geduldig wartet, sitzt Paul auf einer Bank am Rand der Welt. Er ist alt, manchmal verwirrt, manchmal von einer Klarheit, die schmerzt. Seine Erinnerungen kommen und gehen wie die Gezeiten: Ein Bruder, ein Sturm, ein Brief, der nie abgeschickt wurde. Und Schuld, die selbst das Vergessen nicht zum Schweigen bringt.
Anna lebt im selben Heim. Sie hat gelernt, Abstand zu halten, sich nicht mehr zu verlieren - weder an Menschen noch an Hoffnungen. Doch Pauls leise Art, sein tastendes Sprechen und sein Warten auf etwas, das niemand sonst sieht, r hren an etwas in ihr, das sie l ngst f r versch ttet hielt.
"Die Bank am Rand der Welt" ist eine stille, eindringliche Erz hlung ber das Altern, ber Demenz und Erinnerung, ber Verfehlungen, die ein Leben lang nachhallen - und ber N he, die entsteht, wo niemand mehr damit rechnet. Mit feinem Humor, gro er Empathie und poetischer Klarheit erz hlt Maria de Wismar von zwei Menschen, die sich im Ungewissen begegnen und lernen, dass Vergebung manchmal nicht im Erinnern liegt, sondern im Dableiben.
Ein literarisches Buch ber Schuld und Trost, ber das Meer als Ged chtnis - und ber die fragile Hoffnung, dass selbst am Rand der Welt noch jemand wartet.