Die Studie befasst sich mit Paul Celans Prosatext Gespr ch im Gebirg . Ausgangspunkt bildet Celans Bemerkung in der B chnerpreisrede, er habe den Text in Erinnerung an eine vers umte Begegnung geschrieben. Die Formulierung wird auf ihre historischen, biographischen und insbesondere auf ihre poetologischen Implikationen hin befragt. Die Studie pr ft kritisch die g ngige Interpretation, nach der Celan im Text eine vers umte Begegnung mit Theodor W. Adorno nachhole. Durch minuti se Lekt re, poetologische Analyse, intertextuellen Vergleich mit Texten Adornos und Einbezug von z.T. erst k rzlich ver ffentlichten Briefen gelingt es ihr, ein genaues Bild der sthetischen Gemeinsamkeiten und Differenzen von Adorno und Celan vor dem Hintergrund der zeitgen ssischen Diskussion um Adornos Lyrikverdikt zu zeichnen. Die Differenzen betreffen dabei insbesondere die Beziehung zum Judentum und den Stellenwert, den es f r das sthetische Denken spielt. Durch die Erhellung des poetologischen Gehalts der Bemerkung st t die Studie zu einem neuen Verst ndnis des Prosatexts vor und kann ihn gegen ber Celans Gedichten und deren Poetik profilieren.