Diese Studie versucht aufzudecken, welche Ideale und Beweggr nde einem Konflikt zwischen einer kleinen Fischergemeinde und einem Meeresnationalpark in S dthailand hinsichtlich des Zugangs zum Park zugrunde liegen. Es wird argumentiert, dass die vom thail ndischen Staat verfolgten Naturschutzstrategien einer Strategie der Territorialisierung hneln, die dazu dient, Kontrolle ber Randgebiete und ethnische Gruppen zu erlangen oder aufrechtzuerhalten, wie der vorliegende Fall zeigt. Das Nationalparkmodell beruht auf einem Ideal der Natur als vom Menschen getrennt, das beispielsweise Zwangsumsiedlungen legitimiert und durch wissenschaftliche Annahmen aus der Gleichgewichts kologie gest tzt wird. Neuere wissenschaftliche Denkans tze bieten einen Gegendiskurs zum Gleichgewichtsideal, und diese neue "Komplexit tswissenschaft" wird skizziert und bei einer Bewertung der im Park vorherrschenden "de jure"- und "de facto"-Verwaltungssysteme angewendet. Es wird der Schluss gezogen, dass die Komplexit tswissenschaft die Realit t erfassen kann, in der sozial- kologische Systeminteraktionen die festen Parkgrenzen berschreiten, dass jedoch ein langer Weg von der Theorie zur Praxis besteht. Das Nationalparkmodell st tzt sich nach wie vor auf Gleichgewichtsideale, die auch die in diesem Fall angewandte territoriale Strategie legitimieren, den Einheimischen den Zugang zu verweigern.
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