F r G rard Genette ist der Paratext "zwischen Text und Nicht-Text nicht blo eine Zone des bergangs, sondern der Transaktion". Er motiviert oder demotiviert als "Schwelle" den Zugang zum Text, etwa wenn ein lockender Hinweis (Bestseller ) zum Eintritt einl dt oder die Information dar ber, dass sich noch niemand f r den Text interessiert hat (Zero Downloads, Zero Likes, H-Index Null), von der Lekt re abschreckt.
Paratexte, so die zentrale These des Bandes, machen eine Zone der Transformation des Popul ren aus. Denn genau an diesem Ort ndert sich etwas allein dadurch, dass auf die gro e oder geringe Beachtung einer Sache hingewiesen wird. Die Popularit t entscheidet hier ber die gro e oder geringe Wahrscheinlichkeit daf r, ob ein Beitrag schnell Resonanz findet und zur Weiterentwicklung der Disziplin, des Genres oder der Debatte beitr gt - oder ob ein Beitrag, ein Werk zwar gedruckt, aber nicht gelesen wird, nicht zitiert wird und so zun chst auch ohne Folgen bleibt.
Von der Literaturkritik k nnte gerade ein Werk, das wenig ffentliche Resonanz gefunden hat, gefeiert werden; es k nnte Preise erringen, die von Expert: innen, Kritiker: innen und Wissenschaftler: innen verliehen werden, und all dies aus Gr nden - und nicht mit dem Hinweis auf die gro e Beachtung beim Publikum. Dies verh lt sich bei Werken, die den Aufkleber "Spiegel-Bestseller" oder "Oprah's Book Club" auf dem Umschlag tragen, genau umgekehrt: Es sind offensichtlich viele, die das Buch beachten, und dieser Umstand kann zu der Behauptung f hren, dass das Werk deshalb wohl auch ganz gut sein m sse. Paratexte tragen so zu einer Transformation des Popul ren bei: Was von vielen Beachtung findet, erh lt dadurch einen eigenen Rang (in einem Ranking) und Anspr che auf Legitimit t und G te.