Um die Kontingenz von Erz hldiskursen beschreiben zu k nnen, muss man die raffinierte Ordnungsarbeit nachvollziehen, die f r das "wilde", digressive Erz hlen ebenso konstitutiv ist wie f r das "ordentlich" teleologische. F r die Epoche um 1800 bedeutet dies, dass man insbesondere den metaphysischen Ehrgeiz der Texte ernst nimmt. Denn mit ihrer poetologischen Ordnungsarbeit partizipiert die Literatur auch an den Ordnungsmodellen und -problemen metaphysischer Diskurse. Zwar besteht diese Partizipation in h chst riskanten Randg ngen, bei denen Ordnung zugleich hergestellt und unterbrochen wird. Bei aller Riskanz aber und allem ironischen Wissen um die Kontingenz jeder Ordnungssetzung tr umen die Romane um 1800 mit ihrem Ursprungsbegehren und ihrer programmatischen Teleologie immer noch den alten metaphysischen Traum von Endg ltigkeit und verl sslicher Ordnung. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, dieser f r die Epoche des Subjekts symptomatischen Ambivalenz textanalytisch Rechnung zu tragen. Ausgehend von einem narratologisch operationalisierten Kontingenzbegriff, widmet sich die Studie zun chst den Ordnungsversuchen philosophischer und poetologischer Subjekt-Diskurse, um schlie lich mit Hilfe akribischer Lekt ren die abgr ndigen Inszenierungen narrativer Kontingenz in den Romanen von Christoph Martin Wieland, Jean Paul und Clemens Brentano nachzuzeichnen.