Innerhalb der ?ffentlichen Wohlfahrtspflege f?hrten sozialrassistische Konzepte, antisemitische Ambitionen und finanzielle Interessen seit 1933 zu einer Ausgrenzung j?discher Deutscher, ohne dass hierzu Gesetze vorlagen. In vielen St?dten wurden zun?chst j?dische Beamte und Angestellte entlassen, dann j?dische Wohlfahrtsempf?nger durch Leistungsk?rzungen, Arbeitszwang und Isolierung diskriminiert. Diese Praxis der Wohlfahrts?mter m?ndete schlie lich in die zentrale Verordnung vom November 1938, die den Ausschluss der j?dischen Armen aus dem staatlichen F?rsorgesystem dekretierte. Wolf Gruner dokumentiert auf einer umfangreichen Quellenbasis erstmals die Impulsfunktion kommunaler Initiativen f?r den Verlauf der NS-Judenverfolgung. Die vergleichende Darstellung der Politik deutscher Gro st?dte und Wiens birgt ?berraschende Ergebnisse zum Verh?ltnis von lokaler Verwaltung und Gestapo. Die Studie zeigt: Die "soziale" Enteignung j?discher Staatsb?rger durch Beamte und Angestellte der staatlichen F?rsorge ist ein wichtiges, bisher zu wenig beachtetes Element der Vorgeschichte des Holocaust.
Related Subjects
History