Magisterarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Sprachwissenschaft / Sprachforschung (fach?bergreifend), Note: 1,1, Universit?t Hamburg, Sprache: Deutsch, Abstract: Das rekonstruierte Indogermanische wird in der Regel zu den Akkusativ-Sprachen gez?hlt. Das hei t, im Normalfall steht der Agens eines transitiven Satzes im Nominativ, das direkte Objekt im Akkusativ. Allerdings finden sich in den indogermanischen Sprachen Objekte transitiver Verben nicht nur im Akkusativ, sondern auch im Genitiv, wenn auch bei weitem nicht in derselben Quantit?t. Au erdem findet sich der Akkusativ nicht nur als Objektkasus, sondern auch mit der konkreten Funktion eines Richtungskasus. Nun stellt sich die Frage, ob es sich bei Genitivobjekten um eine Erweiterung des Systems der Objekte transitiver Verben handelt, oder aber um ein Relikt aus einer Zeit, in der noch nicht ein bestimmter Kasus als Objektkasus festgelegt war, bzw. als sich noch kein Nominativ-Akkusativ-System entwickelt hatte. Ebenso k?nnte der Richtungsakkusativ auf eine solche Phase des Vorindogermanischen zur?ckgehen, in welcher der sp?tere Akkusativ noch andere Funktionen hatte, als das direkte Objekt zu markieren. Daran schlie t sich die Frage, wie das Vorindogermanische sprachtypologisch einzuordnen ist. Dieser Fragestellung soll in der vorliegenden Arbeit nachgegangen werden.
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