Die Fokussierung auf die Verwendungsweise des Begriffs des Naturgesetzes bei einzelnen antiken (oder modernen) Autoren auf den unterschiedlichsten Gebieten (Jurisprudenz, Philosophie, Naturwissenschaft, Theologie, Literatur) f hrte zu Einseitigkeiten, die dieser Band durch einen Ausblick auf die 'historische Tiefe' des Begriffs berwinden hilft.
Sein besonderer Reiz liegt darin, da seine beiden Bestandteile (Natur und Gesetz) in einer starken Spannung zueinander stehen, die bis auf den heutigen Tag nicht voll aufgel st erscheint. W hrend in der klassischen griechischen Philosophie bei Platon und Aristoteles die Welt nicht auf einen intentionalen Sch pfungsakt zur ckgef hrt wird, entwickelt sich mit der Einf hrung des Begriffs des Naturgesetzes durch die Stoiker und dessen bernahme durch christliche Autoren die Vorstellung einer g ttlichem Befehl unterliegenden Naturordnung. Deren Infragestellung durch die moderne Naturwissenschaft hat zu einer nicht aufgel sten Unsicherheit ber ethische und gesellschaftliche Ma st be gef hrt.
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