Wilhelm Kuehs entwirft mithilfe des Formalismus, Strukturalismus und der postmodernen Textsemiotik eine Theorie menschlichen Handelns und Seins, die es erm glicht, jede Erz hlung und jede Handlung auf den ihnen zugrundeliegenden Mythos zur ckzuverfolgen. Dadurch entsteht ein Entwurf einer neuen Soziosemiotik, die ungeahnte Perspektiven der Forschung er ffnet. Die Welt ist dem Menschen nur als Erz hlung fassbar. Schon wenn wir die Welt betrachten, entsteht durch Abduktion, Abstraktion und Analogie eine Erz hlung. Erz hlen beginnt also auf neurologischer Ebene, setzt sich fort und m ndet in ein von Empathie getragenes gemeinsames Erz hlen auf sozialer Ebene. Diese komplexen Zusammenh nge beleuchtet Wilhelm Kuehs und schl gt dabei z. B. Br cken zwischen ph nomenologischer Soziologie und den Theorien von Douglas R. Hofstadter und Umberto Eco.