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Hardcover Musik Im Märchen [German] Book

ISBN: 3895008397

ISBN13: 9783895008399

Musik Im Märchen [German]

Musik bewegt zum Tanz, manchmal bis zum Umfallen. Sie l sst uns eintauchen in fremde Welten, berwindet Grenzen, erweckt Sehns chte und Begehren, durch die die Entwicklung einer Geschichte oft erst in Gang kommt. ber dreihundert europ ische Volksm rchen untersuchte Rosemarie T pker auf der Spur des Musikerlebens fr herer Zeiten, jenseits der H fe und Pal ste. Neben Bekanntem stie sie dabei auch auf Verbl ffendes: Musik deckt als Zeugin l ngst vergangene Verbrechen auf oder leistet - ganz modern - einen Beitrag zur Identit tsfindung.
Der vergleichenden Untersuchung vorangestellt sind ausf hrliche, tiefenpsychologische Analysen von drei ausgew hlten Musikm rchen: "Die Erschaffung der Geige", "Das Eselein" und "Der Sohn k mpft gegen den Vater". Durch eine erstmals an M rchentexten erprobte intersubjektive Methode aus der Morphologischen Psychologie werden dabei durch die Einf lle von H rern aktuelle Bez ge zum Verst ndnis der M rchen in unserer Zeit geschaffen.
Ein Register mit den 329 untersuchten M rchen macht dieses Buch ganz nebenbei zu der bisher umfassendsten Sammlung europ ischer M rchen, in denen Musik vorkommt.
Das Buch ist eine Fundgrube f r M rchenforscher, Musikwissenschaftler und Psychologen. Aber auch, wer M rchen einfach spannend findet und sich f r Musik begeistert, kann mit diesem Buch aufregende Entdeckungen machen und sich zu einer v llig neuen Sichtweise auf vermeintlich altbekannte M rchen inspirieren lassen.


M rchenausschnitte:

"Hierauf sperrten die Diener des K nigs den J ngling in einen dunklen Kerker. Kaum da sie die T r zugesperrt hatten, da wurde es hell und die Feenk nigin Matuya erschien, die den Armen in Bedr ngnis hilfreich zur Seite steht. Sie sprach zum J ngling: Sei nicht traurig Du sollst noch die K nigstochter heiraten Hier hast du eine kleine Kiste und ein St bchen Rei mir Haare von meinem Kopf und spanne sie ber die Kiste und das St bchen Der J ngling tat also, wie ihm die Matuya gesagt hatte. Als er fertig war, sprach sie: Streich mit dem St bchen ber die Haare der Kiste Der J ngling tat es. Hierauf sprach die Matuya: . Diese Kiste soll eine Geige werden und die Menschen froh oder traurig machen, je nachdem wie du es willst. Hierauf nahm sie die Kiste und lachte hinein, dann begann sie zu weinen und lie ihre Tr nen in die Kiste fallen."
(Die Erschaffung der Geige, Romam rchen)

"Dieser Spielmann fiedelte so, dass alles tanzen mu te, wenn er aufzuspielen begann. Sogar die Toten erwachten auf ihren Bahren. Lustig tummelten sie sich im Reigen."
(Die sechs Faulpelze und Prinzessin Goldhaar, Frankreich)

"Als die K he den Klang der Fl te h ren, spitzen sie die Ohren, sie fangen an zu tanzen, es tanzt die Wiese, es tanzen die W lder, die Fl sse, auch die Berge - alles tanzt, weil es eine Zauberfl te ist."
(Der Aga und seine Schlauheit, Griechenland)

"Da er noch nicht einschlafen konnte, zog er seine Mundharmonika aus der Tasche und fing an, sich eins zu spielen. Bis er mit der Harmonika im Munde einschlief. Aber bald wachte er wieder auf durch ein Rascheln. Als er den Kopf drehte, sah er am Tisch ein sch nes M dchen stehen. Sie hatte ihr Haar gel st und flocht es vor dem Spiegel in zwei dicke Z pfe. Das Haar fiel ihr bis ber die H ften und gl nzte im Licht so, als st nde es im Feuer... Es was so sch n, dass er merkte, es war kein irdisches M dchen, sondern ein Geisterwesen."
(Die Mundharmonika, Skandinavien)

"Da ging der K nigssohn hinauf, machte das Fenster auf und fing auf seiner Fl te zu spielen an. Das h rte gegen ber im Schlo e die Prinzessin, und an dem Tone und der Melodie erkannte sie, da der gekommen war, welcher sie aus den H nden der R uber befreit hatte."
(Der K nigssohn mit der goldenen Kette, Deutschland)

"Als es die Musik h rte richtete sich das kleine Ding, das bisher in seiner Wiege m uschenstill gelegen hatte, in die H he, grinste und verdrehte sein garstiges Gesicht, focht mit seinen langen, braungelben Armen in der Luft umher, streckte seine krummen Beine heraus, kurz, gab alle Zeichen der gr ten Freude ber die Musik von sich. Es hatte auch nicht eher Ruhe, als bis es die Pfeifen in seine eigenen H nde bekam... Er setzte die Pfeifen an, nahm Balg und S cke unter die Arme und handhabte beides, als w re er schon zwanzig Jahre dabei gewesen und blies ein wohlbekanntes Lied, da es eine Art hatte. Jedermann war im gr ten Erstaunen und die arme Mutter bekreuzigte sich."
(Der kleine Sackpfeifer, Irland)

"Aber Musikanten sind immer durstig und der gute Hugh wurde nicht n chtern, solang es etwas zu trinken gab und zu trinken gab es dazumal immer, in den guten Zeiten von Irland."
(O'Donoghues Dudelsack, Schottland)

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Format: Hardcover

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