Sie nimmt sich der Entwicklung des Konzertes durch die Jahrhunderte an, zeichnet auf wann, wie und in welchen Situationen improvisiert wurde, welchen Stellenwert das Improvisieren hatte und interpretiert die Gr nde, warum die Improvisation im sp ten 19. Jahrhundert immer mehr aus den Konzerts len verschwand. Die zunehmende Standardisierung, herbeigef hrt durch den Werk-Kult, den Genie-Kult, b rgerliches Bildungsstreben, der Professionalisierung des Betriebes, seiner konomisierung u.v.a. kann dabei durchaus zum Verlust der Einmaligkeit des Ereignisses Konzert gef hrt haben und damit auch zu seiner Erstarrung. Aus dieser Perspektive ist die Arbeit von Reich eine lohnenswerte Lekt re f r alle, die Konzerte planen und sich mit der Frage nach der Zukunft des Konzertwesens auseinandersetzen."
Martin Tr ndle