Essay aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Philosophie - Sonstiges, Sprache: Deutsch, Abstract: Masturbation unterliegt als philosophisches Thema auch nach der sexuellen Aufkl rung einem negativen Image, das mit Angst und Strafandrohung verbunden ist. Es scheint kaum m glich zu sein, Masturbation ohne Vorurteile und negative Konnotationen zu betrachten. ...] Da sich Alan Soble in seinem Aufsatz ber die Masturbation vor allem an der Begriffsbestimmung abarbeitet, soll hier in kurzen Schritten eine kleine Geschichte der Masturbation nachgezeichnet werden, da auf diesem Hintergrund verst ndlicher wird, warum Alan Soble in seiner Begriffsbestimmung so diffizil vorgeht. Die massive Negativbewertung der Masturbation ist nach den Studien bspw. von Philippe Brenot ein relativ neues Ph nomen. Und die sexuelle Aufkl rung im 20. Jahrhundert ist eng mit der "Entkriminaliserung" der Masturbation verbunden. So schreibt Shere Hite in ihrem ber hmten Bericht ber das sexuelle Erleben der Frau: "Masturbation ist, in einem sehr realen Sinn eines der wichtigsten Themen, die in diesem Buch er rtert werden, ..." Im Jahre 1758 ver ffentlichte der Mediziner Samuel Tissot das Buch "Testamen de Morbis ex Manustupratione." Damit begann eine Art von Inquisition und sexueller Unterdr ckung, die sich bis ins 20. Jahrhundert fortsetzte. Brenot interpretiert diese vehemente Ablehnung der Masturbation als Reaktion auf einen traumatischen Schock: "In reality, Tissot was only the amplifying echo of a traumatic shock - the discovery of spermatozoa..." 1677 hatte Leeuwenhoek die Spermatozoen entdeckt und diese Entdeckung berforderte die Wissenschaftler und Philosophen, weil sie diese Tatsache bei der moralischen Bewertung der Sexualit t mitbedenken mussten.
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