Der r mische Dichter Martial, Klassiker des antiken Epigramms, wurde bis in die 1980er Jahre nicht literaturwissenschaftlich interpretiert, sondern diente lediglich als (vermeintlich authentischer) Zeuge f r das Leben im alten Rom. 1988 legte Niklas Holzberg mit seiner Einf hrung die erste moderne Martial-Monographie vor. Da nun auch bald immer mehr auf die Textanalyse konzentrierte Untersuchungen entstanden, publizierte der Autor 2002 eine grundlegend berarbeitete Version, die, 2012 nachgedruckt, jetzt einer erneuten Aktualisierung bedurfte.
Wie bereits in der dritten Auflage ist der Gattungskontext der Epigramme Martials weit st rker als urspr nglich in den Blick genommen. Nun werden auch die von unbekannten Dichtern der Kaiserzeit als Werke Vergils und Senecas verfassten Epigramme ebenso ausf hrlich gew rdigt wie diejenigen eines Anonymus, dessen Thema die mit dem Gartengott Priap verbundenen Obsz nit ten sind. Auch die Epigramme der 16 B cher umfassenden Griechischen Anthologie, deren lteste aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. stammen, bezieht Holzberg in seine vergleichende bersicht ein. Die seit 2000 besonders zahlreich gewordenen philologischen Arbeiten, welche die umfangreiche Bibliographie verzeichnet, werden f r die aktualisierte Fassung des Buchs erschlossen.