Heutzutage ist der Gru des Fechters oft nur noch eine kurze Geste, die ohne Eleganz und Schwung ausgef hrt wird, weil es die Regeln so vorschreiben. Das war nicht immer so. Im XVII. Jahrhundert war der Gru in den franz sischen Fechts len ein echtes Ritual. Bevor mit den bungen begonnen oder ein Gefecht aufgenommen wurde, musste sich der Fechtsch ler diesem unterziehen. Durch diese festgelegten Gesten dr ckte er seinen Respekt gegen ber seinem Fechtmeister, seinem Gegner und dem Publikum aus, das bei den Unterrichtsstunden stets anwesend war. Der Gru spielte auch eine wesentliche Rolle f r die Sicherheit, da er den Fechter dazu zwang, sich zu beruhigen, sich zu konzentrieren und die richtige Haltung einzunehmen. Diese langwierigen Rituale haben im modernen Sportfechten keinen Platz mehr. Im szenischen und k nstlerischen Fechten hingegen behalten sie ihre ganze Bedeutung. In einem Renaissance- oder Barockkontext tragen sie voll und ganz zum Stil, zum Spiel und zum Vergn gen des Publikums bei. Diese Sammlung von Fechtgr en, ob historisch oder fantasievoll, richtet sich an Schauspieler und Fechter, die dem Fechten seine Anmut und Eleganz zur ckgeben m chten.
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