Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Sozialp dagogik / Sozialarbeit, Note: 1,0, Fachhochschule M nster (Fachbereich Sozialwesen), Veranstaltung: Soziale Arbeit mit alten Menschen: Lebenswelten und Case-Management, Sprache: Deutsch, Abstract: Meine Gro mutter pflegte zu sagen: "Alt werden ist nicht sch n." Und meine Mutter antwortete stets - etwas unbek mmert: "Dann h ttest du dich jung aufh ngen m ssen." Diese u erungen geben die Defizitperspektive wieder, die als Sichtweise bis zum Ende der 60er und noch Anfang der 70er Jahre vorherrschte, aber auch heute noch im Raum steht. Der Blick auf den biologischen Abbauprozess, der mit dem Tod endet, wird noch undifferenziert f r verschiedene Bereiche verwendet. (vgl. Mennemann 2005, S. 54) Diese verk rzte Darstellung demonstriert jedoch auch, dass die Gesellschaft das eigene Altern nach M glichkeit aus dem Sichtfeld schiebt, und der Ansicht ist, dass ein "gelingendes Altern" weitestgehend vom Individuum selbst gesteuert wird. Dies meint das "gelingende Altern" im Sinne einer "ars senescendi, zu der unweigerlich auch die alte Kunst des lebensf rdernden Umgangs mit der eigenen Sterblichkeit, die ars moriendi, geh rt." (vgl. Ruegger 2009, S. 31) In dieser Hinsicht befinden sich vor allem alternde Frauen im Zwiespalt. Einerseits haben sie nat rlicherweise eine enge Bindung an das Leben in biologischer Hinsicht, sind k rperlich nicht so weit vom Ursprung des Lebens entfernt wie alternde M nner - durch Menstruation und ggfs. Geburten in der vorigen Altersphase - und somit auch nicht von Anfang und Ende des Lebens. Andererseits jedoch verlieren sie durch das Altern einen ma geblichen Teil ihrer selbst, der urs chlich mit dem Vorhergehenden zusammenh ngt: Ihre k rperliche, erotische Attraktivit t.
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