Wenn in diesem Beitrag zur Geschichte der Parteien in der DDR die LDP und die NDP behandelt werden, um an ihnen die Satellitenrolle kommunistischer Blockpart- ner zu demonstrieren, so deshalb, weil diese beiden Parteien sich - wenigstens am An- fang ihres Wirkens - als die einzigen nichtsozialistischen Parteien in der Sowjetzone Deutschlands bezeichnet haben. Die SED war von Anfang an als Prototyp einer sozialistischen Partei im Sowjet- block anzusehen. Die Ost-CDU versuchte zwar, durch ihren christlichen Sozialismus den Marxismus der deutschen auf Moskau h renden Sozialisten zu entdogmatisieren und so der SED ihren Ausschlie lichkeitsanspruch streitig zu machen, hat sich aber nicht als nichtsozialistisch bezeichnet, was von der LDP und NDP f r eine verh lt- nism ig lange Zeit gesagt werden kann. Die letzte der f nf sowjetzonalen Parteien, die DBP, hat sich durch ihre Wirksamkeit als reine Hilfsorganisation der SED bei der Vernichtung des freien Bauerntums realiter als eine sozialistische Partei erwiesen. Da alle die genannten Parteien im Laufe der Jahre nach dem Entstehen der DDR zu Hilfsorganisationen der SED bei dem von ihr erzwungenen Aufbau des Sozialis- mus geworden sind, ob sie sich nun als nichtsozialistisch bezeichneten oder nicht, liegt im Wesen der ab 1945 praktizierten Blockpolitik , deren Vorbild die kommunisti- sche Volksfrontpolitik ist, begr ndet. Dabei wurde die LDP wie die Ost-CDU ge- waltsam an einer eigenst ndigen Entwicklung gehindert und mit allen Praktiken des Stalinismus gleichgeschaltet, w hrend die NDP, wie die DBP 1948 aufgezogen, von vornherein als kryptokommunistische Satellitenorganisation der SED angesehen wer- den mu .
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