In den bisherigen Arbeiten zum deutschen Kolonialismus wurde der Abbau von Mineralien als eher randst ndiger Aspekt thematisiert. Dabei stellten die Industrialisierung und der damit einhergehende Rohstoffbedarf im Fall der ersten deutschen Kolonie, dem heutigen Namibia, eine treibende Kraft dar. Die von der Kolonialindustrie geschaffenen Strukturen und Abh ngigkeiten sind bis heute wirksam. Als exemplarisches Beispiel dient die "Mine der Superlative" in Tsumeb. Das Buch behandelt nach einem kurzen Abriss der Landesverh ltnisse und der Entstehungsgeschichte des Erzvorkommens die Anfangsphase der Kolonisierung durch christliche Missionen, die H ndler und Kupfergr ber ins Land zogen. Die sp teren Verflechtungen von Montanindustrie und Politik, die auch Wissenschaftler zu Handlangern der Ausbeutung kriegswichtiger Rohstoffe machten, warfen Milliardengewinne ab. Die in der Kolonie eingesetzten Technologien waren dabei meist das Modernste, was die zeitgen ssische Technik zu bieten hatte. Abschlie end wird dargelegt, mit welchen Mitteln uns das Vergessen dieses Teils der deutschen Geschichte leicht gemacht wurde. Ein besonderes "Highlight" sind die erstmals ver ffentlichten historischen Fotografien.
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