Im Zentrum dieser Untersuchung steht die Problematik der Zuordnung von beweglichen staatlichen Kulturg tern bei Staatensukzession. Wem geh ren die Kulturg ter eines Staates, wenn dieser Teile seines Staatsgebietes verliert oder es ihn nicht mehr l nger gibt?
Die v lkerrechtliche Diskussion im Zuge der Staatenneuordnung in Zentral- und Osteuropa nach dem kalten Krieg offenbarte, wie d rftig die theoretische Grundlage und die Praxiserfahrung in dieser Hinsicht waren. Hierzu m chte der Autor einen Beitrag leisten, indem er den bedeutenden historischen Fall des Zusammenbruchs der sterreichisch-ungarischen Monarchie am Ende des Ersten Weltkriegs aufgreift. Das Auseinanderbrechen eines Staatsgebildes von vorher ungekannter Dimension f hrte zu vielen Interessenkonflikten und Herausgabeanspr chen in Bezug auf Kulturg ter. Deren juristische Aufarbeitung war komplex und brachte im Ergebnis eine Vielzahl vertraglicher Regelungen f r Kulturg ter hervor.
Der historische Fall wird f r die aktuelle Diskussion fruchtbar gemacht, indem die aktuelle Rechtslage f r Kulturg ter bei Staatensukzession dargestellt und aufgezeigt wird, wie die nach dem Ersten Weltkrieg getroffenen Regelungen in die sp tere rechtliche Entwicklung eingeflossen sind und f r die Bew ltigung k nftiger Sukzessionen genutzt werden k nnen.
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