Bereits im 19. Jahrhundert mehrten sich die Stimmen, die sich gegen "Pr gelp dagogen" wandten und eine Abschaffung k rperlicher Strafen in Schulen forderten. Dennoch blieben Schl ge in nahezu allen L ndern der Bundesrepublik bis um 1970 ein (wenn auch mit Einschr nkungen) erlaubtes schulisches Erziehungsmittel - um dann innerhalb weniger Jahre nicht nur ihre schulrechtliche Legalit t, sondern auch jegliche gesellschaftliche Legitimit t zu verlieren. Diesen auff lligen Kontrast von langer, kontroverser Debatte und raschem Wandel will diese Studie erkl ren. Dazu nimmt sie ffentliche, p dagogische und juristische Debatten genauso in den Blick wie die Ver nderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen und die soziale Praxis. Durch den langen, von den 1870er-Jahren bis ca. 1980 reichenden, Betrachtungszeitraum kann sie sowohl langfristige Kontinuit ten im Prozess der zunehmenden chtung von Erziehungsgewalt als auch entscheidende Ver nderungen und Beschleunigungen aufzeigen.
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