Die chinesische Literatur kennt Darstellungen von Gewalt seit ihren Anfangen, und in den Romanen der Ming und Qing-Zeit findet man sogar sehr ausfuhrliche Gewaltszenen. Vor diesem Hintergrund untersucht Thilo Diefenbach den Ubergang von einer ethischen oder politischen Legitimierung von Gewalt zu Kontexten, in denen Gewalt nur noch zur Durchsetzung personlicher Interessen dient. Denn seit den spaten 70er Jahren haben sich viele Autoren von den offiziellen Richtlinien des "sozialistischen Realismus" abgewandt; Gewaltdarstellungen illustrieren teilweise eine extrem pessimistische Sicht auf die menschliche Existenz. Der Schwerpunkt dieser kulturwissenschaftlichen Studie liegt in detaillierten Analysen ausgewahlter chinesischer Romane der letzten 25 Jahre (u.a. von Mo Yan, Su Tong, Zhang Wei und Chen Zhongshi), wobei durchweg die jungsten gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen in China berucksichtigt werden.
Format:Paperback
Language:German
ISBN:344705008X
ISBN13:9783447050081
Release Date:May 2004
Publisher:Harrassowitz
Length:243 Pages
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Format: Paperback
Condition: New
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