Bei Konstellationen geht es um das Zusammenspiel von Ereignis, Umst nden und Situation. Daher setzt eine Konstellation eine hinreichende Dichte des Zusammenhangs voraus, hinreichend viele Dokumente, die diesen Zusammenhang belegen und erschlie en: Manuskripte und B cher mit Glossen und Marginalien, Notizen und Briefe, Urkunden, aber auch Irrtumslisten, Prozessakten, etc. Hierbei erfolgt die Rekonstruktion philosophischer, literarischer oder politischer Konstellationen durchaus in systematischer Absicht. Das schlie t auch die nicht realisierten M glichkeiten ein. Es geht um die Vermittlung zwischen historisch vielschichtigen Einzelph nomenen und Strukturen einer Verlaufsgeschichte, zwischen einer unverf gbaren Totalit t und einer un bersichtlichen Diversit t. Damit verbunden ist ein Forschungsprogramm, das unter dem Namen der Konstellationsforschung neue historiographische Modelle erprobt, um die Verflechtungsgeschichte kultureller Interaktionen, philosophischer, aber auch k nstlerischer, politischer, kultureller Austauschbeziehungen ber Sprachen und Grenzen hinweg neu zu erz hlen. Der Band unternimmt den Versuch, das Modell der Konstellationsforschung der Medi vistik fruchtbar zu machen und interdisziplin r weiterzuentwickeln.