Herodes der Gro e ist eine der schillerndsten politischen Figuren der fr?hen r?mischen Kaiserzeit. Seiner Bekanntschaft mit Antonius und Kaiser Augustus verdankte er den Aufstieg zum K?nig von Jud?a. Seinem Volk verhasst, war er ein ?u erst gewiefter Realpolitiker: Einerseits akzeptierte er die Gegebenheiten der r?mischen Herrschaft und erschien vielen dadurch als Verr?ter am nationalen und religi?sen Erbe; andererseits st?rkte er aber auch die j?dische Identit?t durch den prachtvollen Ausbau des Jerusalemer Tempels, dessen Westmauer noch heute als Klagemauer ein zentrales Symbol j?discher Fr?mmigkeit ist.
Schalits epochale Biographie bricht mit der parteilichen Geschichtsschreibung seiner Quellen und deutet Herodes konsequent als Realpolitiker, der die Machtverh?ltnisse im R?mischen Reich richtig einsch?tzte und in diesem Rahmen seine eigene Macht durch geschicktes Taktieren, aber auch durch r?cksichtslose politische Morde ausbaute. Zugleich spiegelt das Buch die Auseinandersetzung des Autors um Fragen von Macht und Widerstand nach der Erfahrung des Holocaust.