Dieses Buch geht von einer wissenschaftlichen berzeugung aus: K nstliche Intelligenz kann nicht ausschlie lich als Technologie betrachtet werden. Sie auf ein blo es Werkzeug zu reduzieren, hie e, die historischen, erkenntnistheoretischen, politischen und moralischen Rahmenbedingungen zu ignorieren, die ihre Entwicklung erst erm glichen. KI entsteht nicht im luftleeren Raum; sie ist das Ergebnis einer intellektuellen Genealogie, in der mathematische Logik, Kybernetik, kognitive Psychologie, Informatik, Statistik, Datenverarbeitung, Neurowissenschaften, Sprachphilosophie und die politische konomie der Information zusammenflie en. Um KI zu verstehen, muss man daher ihre Geschichte rekonstruieren, ihre technischen Paradigmen unterscheiden, ihre gesellschaftlichen Auswirkungen analysieren und die ethischen Rahmenbedingungen diskutieren, die ihren Einsatz leiten sollten.Seit der einleitenden Frage von Alan Turing - die er 1950 in seinem Artikel "Computing Machinery and Intelligence" formulierte - ist das Problem der k nstlichen Intelligenz mit einer grundlegenden Spannung verbunden: Soll Intelligenz als eine innere Eigenschaft des Geistes verstanden werden oder als eine beobachtbare F higkeit, funktional intelligente Antworten zu erzeugen?
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