Aachen. Jahre sp ter. Die Feder kratzt ber das Pergament, und der Weihrauch versucht, den Geruch alter Medizin zu berdecken. Karl diktiert kein Heldentat: Er diktiert ein Gest ndnis.
15. August 778. Roncesvalles. Der R ckzug der fr nkischen Armee dringt in die Pyren en ein wie jemand, der eine Schlucht betritt, die ihn verschlingt. Der Nebel durchtr nkt alles. Der Wald bleibt ohne V gel. Die Sp her verschwinden ohne einen Schrei. Und als die Nacht hereinbricht, stirbt der erste Soldat ... und erhebt sich, um zu bei en.
Was aus dem Nebel auftaucht, sind keine Basken und keine Pfeile: Es sind zerlumpte, uralte Gestalten in rostigen R stungen, mit herunterh ngenden Kiefern und milchfarbenen Augen. Sie sind langsam, ja. Aber es sind zu viele. Und jeder Biss verwandelt einen Kameraden in einen Feind.
Ein brutaler, politischer historischer Schrecken: Die Wahrheit ist ein Gift, und manchmal st tzt sich ein Imperium nur auf L gen ... und auf das, was man vergr bt, damit niemand es liest.