Durch einen Zeitungsartikel stie die Autorin 2022 auf den Namen Johanna Haarer, den sie in ihrer Kindheit oft geh rt hatte. Haarer war Autorin des Buches "Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind", das erstmals 1933 erschienen war. Ziel dieses "Erziehungsratgebers" war die Formung eines gehorsamen, empathielosen Menschen, ganz im Sinne der nationalsozialistischen Ideologen. Die Befolgung dieser Erziehungsmethoden f hrte zu verheerenden seelischen Sch den, die von S uglingen nicht erinnert werden k nnen, da das bewusste Ged chtnis in diesem Alter noch nicht ausgereift ist. So werden Traumata unbewusst an die n chsten Generationen weitergegeben, ohne dass sie verarbeitet werden k nnen. Die Autorin schildert diese Erziehungspraktiken und ihre Auswirkungen anhand einer Familiengeschichte im Zusammenhang mit den historischen Gegebenheiten. So ist das Schicksal der Protagonistin Ottilie Rosenbaum kein Einzelfall, sondern steht stellvertretend f r viele weitere Schicksale, die unter den Auswirkungen der nationalsozialistischen Ideologie und Erziehungsmaximen bis heute leiden, ohne eine Erkl rung daf r zu finden. Betroffene k nnen sich so selbst auf den Weg machen und in den Splittern eines Kaleidoskops nach eigenen/individuellen L sungsm glichkeiten suchen.
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