Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Geschichte Europas - Mittelalter, Fr he Neuzeit, Note: 1,0, Universit t Hamburg (Sozial- und Wirtschaftsgeschichte), Veranstaltung: Hauptseminar, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Zeitalter von Reformation und Gegenreformation fanden gesellschaftliche Umw lzungen statt, die sich vor allem auch in den Schriften der Gelehrten niederschlugen. Eine S kularisierung des politischen Denkens brachte auch die schrittweise Losl sung vom religi sen Fundament mit sich und bald fanden neue Gedankenans tze ihre Ausdrucksform. Thomas Morus' Staatsroman Utopia, der 1516 erschienen war, schuf eine neue Gattung innerhalb der Literatur, in der fiktive Bilder eines zuk nftigen, besseren Gemeinwesens entworfen werden. Dies stand auch im engen Zusammenhang mit den wirtschaftlichen Krisenerscheinungen der Zeit. Aus diesem Gef ge heraus ging die Christianopolis - die einzige deutsche und zugleich lutherische Utopieschrift - von Johann Valentin Andreae hervor. Der von einem Mann der Kirche verfasste Text steht im Zusammenhang mit einer Vielzahl von Schriften, die alle eine generelle Umw lzung der Verh ltnisse zugunsten eines besseren Zusammenlebens thematisieren. Gedanken, die erst Anfang des 18. Jahrhunderts von Rousseau ge u ert wurden, lassen sich bereits bei den Utopieverfassern des 16. und 17. Jahrhunderts im Ansatz festmachen: Anstelle der einfachen Moral des Volkes ist Z gellosigkeit getreten, das Naturrecht ist abgeschafft worden. Die gr te Ungleichheit beruht auf dem Eigentum, das die Gesellschaft in Arm und Reich teilt. Auch Andreae muss man in die Riege dieser Vordenker einer neuen Epoche einreihen.
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