Justitia, die Darstellung der Gerechtigkeit, erscheint heute den meisten von uns im Gewand der juristischen Gerechtigkeit - als Symbol der staatlichen Rechtsprechung und als Versprechen, dass einem vor Gericht Gerechtigkeit widerf hrt. Justitia bewegt sich nach diesen Vorstellungen in einem engen Bedeutungskorridor. Ein Blick zur ck in die Geschichte offenbart jedoch einen Wahrnehmungsbruch. Justitia war in fr heren Epochen nicht nur auf deutlich mehr Bedeutungsinhalte bezogen, sondern auch f r mehr Personen und Gruppen Handlungsmaxime und Leitbild als nur f r Juristen oder die vor Gericht streitenden Parteien. Besonders der Aspekt der Gerechtigkeit als Tugend der H ndler und Leitbild im Warenhandel scheint heute in Vergessenheit geraten zu sein. Obwohl der Ausdruck des "gerechten Kaufmanns" noch heute Verwendung findet, scheint kaum mehr jemand Justitia als die Tugend der Kaufleute zu begreifen. Diese Arbeit geht der Frage nach, wie das Justitia-Bild zu fr heren Epochen, insbesondere w hrend der Fr hen Neuzeit in der Region des heutigen Ostwestfalen-Lippes, aussah. Sie interessiert sich daf r, wo Justitia aus welchen Gr nden auftauchte und was das uns heute ber die Menschen und ihre Geschichte erz hlt. Auf jeden Fall zeigt sich Justitia als eine allgemeine menschliche Tugend, mit deren Hilfe man sich auch gesellschaftlich positionierte und Machtanspr che artikulierte. Justitia zeigt sich w hrend dieser Epoche als sehr facettenreich. Und dies gilt es wiederzuentdecken und zu verstehen, wenn man die Gegenwart und m gliche Wege in die Zukunft verstehen will.
Format:Paperback
Language:German
ISBN:3867417830
ISBN13:9783867417839
Release Date:December 2013
Publisher:Europaischer Hochschulverlag Gmbh & Co. Kg
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