Dieser Band bietet eine Momentaufnahme langj?hriger Forschungsbem?hungen jenseits und zwischen den traditionellen Wissenschaften und zugleich aus ihnen heraus. Seine Beitr?ge kreisen um die gemeinsam geteilte Einsch?tzung, dass isolierte Monodisziplinarit?t aber auch arbeitsteilige Interdisziplinarit?t angesichts heutiger Problemkomplexit?t vor allem im Kontext der neuen Mensch-Technik-Relationen an eine Leistungsgrenze st? t. Integrierte Forschung wird hier als regulative Idee verstanden, als kognitiver Horizont, der Wahrnehmungen, Entscheidungen und Handlungen auf einen in ihr gefassten Fluchtpunkt hin orientiert. Im Fokus stehen Fragen nach Integrierter Forschung als Ensemble der Selbstorganisation wissenschaftlicher Disziplinen einschlie lich deren transdisziplin?rer Beziehung zu Politik, Gesellschaft, Wirtschaft etc. sowie Fragen nach dem ad?quaten Modus und Governance-Rahmen einer solchen Selbstorganisation.
Anl?sslich aktueller Herausforderungen im Zuge der Digitalisierung und des gesellschaftlichen Wandels stellt dieser Band die Forderung nach Integrierter Forschung in das Spannungsfeld zwischen geleisteten Vorarbeiten und noch zu leistenden Umarbeiten, zwischen neuen Problemwahrnehmungen und zu aktualisierenden Problembearbeitungen. Der Band zeigt die Bandbreite unterschiedlicher Perspektiven auf das Thema. Vielleicht ist es nicht zuviel gesagt, dass sich hier ein neues Forschungsparadigma ank?ndigt.