Uber das Spannungsverhaltnis zwischen Lebensschutz und Selbstbestimmungsrecht am Lebensende wird seit Jahrzenten diskutiert. Auch heute noch muss aber in den Fallen uber den Beginn oder die Aufrechterhaltung lebenserhaltender Therapie entschieden werden, in denen der Patientenwille unbekannt ist. Diese Arbeit untersucht, wann die fur die Lebenserhaltung der Betroffenen notwendigen Eingriffe medizinisch indiziert sind. Die Untersuchung zeigt, dass die medizinische Indikation eine bedeutende Saule der Rechtmassigkeit medizinischer Eingriffe auch am Lebensende darstellt. Wird die Indikation jedoch verneint, kann dies zu Konflikten mit dem Lebensschutz fuhren. Diese konnten nach dem Grundsatz "dubio pro vita " in der Weise gelost werden, dass bei Unkenntnis uber den Patientenwillen stets der Lebensverlangerung der Vorrang einzuraumen sei. Neben grundlegenden Ausfuhrungen zur Bedeutung und zum Inhalt der Indikation stellt der Autor diesem Grundsatz ein Modell entgegen, wonach sich die Therapieentscheidung nach der medizinischen Indikation zu richten hat, bei deren Stellung subsidiar auch "allgemeine Wertvorstellungen" zu berucksichtigen sind.
Format:Paperback
Language:German
ISBN:383255419X
ISBN13:9783832554194
Release Date:December 2021
Publisher:Logos Verlag Berlin
Length:236 Pages
Weight:4.69 lbs.
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Format: Paperback
Condition: New
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