Diese Bewegung ist aus dem Herzen der jungen Generation erwacht. Sie sind aufgeklärt und möchten einen säkularen Staat und die Abschaffung der Theokratie. Ganz bewusst fordern sie die Beendigung der Geschlechterapartheid.
Die Realität dieses Regimes beruht auf die Versklavung der Frauen. Sie sind in einem Gefängnis. Diese Regierung ist patriarchal, reaktionär, sexistisch und religiös. Das führt letztendlich zur Gefangenschaft der gesamten Gesellschaft.
Bedacht haben sie den Ruf Jin Jian Azadi als das Zeichen der Revolution gewählt. Dieser Ruf stammt von den mutigen Kurdinnen, die 2014 gegen den Islamischen Staat gekämpft, gesiegt und die gesamte Welt vor dieser Gefahr verteidigt haben.
Die Wahl dieses Spruchs zeigt die Einheit der Völker und Menschen im Iran untereinander. Durch diesen Ausdruck wird die Forderung nach Freiheit, Gleichheit, Demokratie und Gerechtigkeit verdeutlicht. Denn in einem Land, in dem Frauen nicht frei sind, ist niemand frei. Daher ist die Hervorhebung der Frauenfreiheit und die der Völker in dem Slogan Jin jian Azadi zu sehen. Die Freiheit der Frau und die Freiheit der Völker im Iran werden die Zukunft bestimmen. Jinas Tod hat den Widerstand, der zu Stummheit verurteilten Frauen, geweckt. Ein Kampf für Freiheit der Frau und Gleichheit der Völker.
Mit aller Macht hat die islamische Regierung Angst und Furch gesät, doch nun erntete sie nicht mehr eine verschreckte Gesellschaft, sondern eine mutiges und vereintes Iran, in der alle Hand im Hand für ein freies und demokratisches Iran kämpfen.
Bisher wurden laut NGO's ?ber 19.000 Menschen inhaftiert, ?ber 500 ermordet, darunter rund 70 Kinder und mehrere exekutiert. Die Dunkelziffern sind immens h?her. Die Autorin Zoya Sepehri gibt den Zahlen Namen, Gesichter, Geschichten. Denn was vor lauter Zahlen nicht vergessen werden darf, es geht hier um echte Menschen.