Das Buch behandelt Alkaios Frg. 140 V. (marmairei de megas domos ...). Die sprachliche, stilistische, geschichtliche und literarische Analyse ist ausf hrlich und durch die gesamte griechische Literatur weiterverfolgt. Die Abhandlung versucht die bisher oft widerspr chlich vorgeschlagenenen Interpretationen dieses Textes zu bertreffen: sie werden als eine hartn ckige "Luftspiegelung" (in der Bedeutung des ital. "miraggio" im Titel) betrachtet.
Die vorgeschlagene Deutung fasst den Text als eine "revolution re" Ode auf, mit der sich der verbannte Dichter an die in seiner Heimat gebliebenen Freunde und Verschw rer wendet. Um den Tyrannen zu st rzen, sollen sie zu den Waffen greifen, die den Feinden weggenommen und im gro en Tempel geweiht wurden. Die sollten nicht nur vorangegangene Heldentaten beweisen, sondern auch in dem bevorstehenden angek ndigten Sturm gegen den Tyrannen tats chlich benutzt werden. Eine "Brief-Ode", die als solche nicht berraschen soll, da Alkaios eine weitere Nachricht an die Freunde im Frg. 400 V. schickt.
Das Beispiel des Alkaios setzt sich in der gesamten klassischen Kultur durch, spiegelt Sinn und Bedeutung nicht nur des Alkaios selbst wider, sondern jeder weiteren Komposition, die zu dieser Gattung geh rt und im Buch aufgezeigt und erforscht wird.