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Paperback "Ich soll berichten...". Zum Status des Boten in Elfriede Jelineks "Rechnitz (Der Würgeengel)" [German] Book

ISBN: 3668897476

ISBN13: 9783668897472

"Ich soll berichten...". Zum Status des Boten in Elfriede Jelineks "Rechnitz (Der Würgeengel)" [German]

Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,7, Ludwig-Maximilians-Universit t M nchen (Institut f r Deutsche Philologie), Veranstaltung: Hauptseminar Zeitstrukturen des Dramas, Sprache: Deutsch, Abstract: Mit Rechnitz (Der W rgeengel) legt Elfriede Jelinek einen Botenbericht vor, der die Grenzen der konventionellen Form berschreitet. Ein Blick auf die spezifische Form des Botenberichtes ausgehend von der antiken Trag die soll als Folie dienen, um die Besonderheiten des Jelinekschen Botenberichtes zu verdeutlichen. Hierzu werden im Text einzelne Aspekte der Botenrede gezielt untersucht: die Position des Sprechers beziehungsweise der Sprechenden, der mittels des Botenberichtes Angesprochene, die zeitliche Dimension der Rede sowie der Inhalt und Status der Botschaft. Tritt in der antiken Trag die und in sp teren dramatischen Formen der Bote als Nebenfigur auf und berichtet von einem au erhalb des B hnengeschehens und zeitlich zur ck liegenden Ereignis, wodurch der Fortgang der Handlung ma geblich beeinflusst, wenn nicht sogar eine Wende erreicht wird, r ckt er in Rechnitz (Der W rgeengel) in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit; alleine durch die Rede des beziehungsweise der Boten konstituiert sich der gesamte Text. Aus diesem Grund ist das Botendasein in Jelineks Theatertext problematisch, denn die ansonsten im Drama bliche Verortung und die somit eigentliche Funktion des Boten entf llt. Die fehlende Einbettung in den Bezugsrahmen einer kausal-logischen Handlungsfolge oder zumindest einer ersichtlichen Kommunikationssituation tr gt dar ber hinaus dazu bei, dass sich die berichtenden Boten jedweder Verantwortung im Hinblick auf das Berichtete entziehen. Die nachfolgenden Ausf hrungen sollen zeigen, dass der Bote in Rechnitz (Der W rgeengel) auf Grund dieses fehlenden Rahmens ein Wesen der Zwischenzeit und des Zwischenraumes ist und sich seine Rede im Text dadurch verselbst ndigt.

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