Ob Finanzkrise, Staatsverschuldung, zunehmende Verarmung ganzer L nder und Bev lkerungsschichten, demografischer Wandel, Klimawandel, Verlust der Biodiversit t, Zerst rung der nat rlichen Ressourcen: Die Zahl und Schwere der die Menschheit bedrohenden Gro probleme nimmt kontinuierlich zu. Mittlerweile steht die gesamte menschliche Zivilisation auf dem Spiel. Angesichts der sich immer weiter ffnenden Schere zwischen Arm und Reich bekannten einige, politisch eher als konservativ geltende Autoren, sie beg nnen zu glauben, dass die Linke recht hat. Peter Mersch zeigt hingegen auf, dass sich die Ursachen der ung nstigen Entwicklungen nicht eindeutig einer politischen Kategorie wie Links oder Konservativ zuordnen lassen, sondern dass wir es hierbei mit einem aus den Fugen geratenen und sich beschleunigenden evolution ren Prozess zu tun haben, bei dem es zu einer Pl nderung aller wettbewerbsrelevanten Ressourcen - einschlie lich der Humanverm gen - kommt. Gem der Systemischen Evolutionstheorie sind Lebewesen aktive, informationsverarbeitende Systeme, die danach streben, dem thermodynamischen Zeitpfeil unseres Universums ber einen m glichst langen Zeitraum zu widerstehen. Dazu verhalten sie sich nachhaltig gegen ber ihren eigenen Kompetenzen und ausbeutend gegen ber ihrer Umwelt. Dies gilt f r noch komplexere Systeme - sogenannte Superorganismen -, wie zum Beispiel Unternehmen, genauso. Insgesamt ergibt sich das Bild einer belebten Welt aus lauter Evolutionsakteuren, die allesamt bestrebt sind, Kompetenzverluste zu vermeiden. Unser Universum - und nat rlich auch der Wettbewerb um knappe Ressourcen - zwingt sie zu ihren Verhaltensweisen. Wie der Autor zeigt, lassen sich alle aktuellen Gro probleme der Menschheit auf der Grundlage dieser wenigen fundamentalen Naturprinzipien erkl ren. Dar ber hinausgehende Annahmen sind nicht erforderlich, insbesondere keine politischen. Eine wesentliche Rolle spielt dabei der Umstand, dass in Marktwirtschaften zwei unterschiedliche Systemklassen an Evolutionsakteuren unmittelbar aufeinandertreffen, n mlich Menschen und Unternehmen, wobei Erstere f r Letztere prim r Ressourcen darstellen. Weil moderne menschliche Gesellschaften mit Geschlechtergleichberechtigung ihr Humanverm gen jedoch gewisserma en wie Gemeingut verwalten, kommt es unter den Verh ltnissen zwangsl ufig zum demografischen Wandel und zur gesellschaftsweiten Verarmung. Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die aktuellen Entwicklungen auch deshalb so bedrohlich sind, weil sie - trotz der Summe und Schwere der sich dabei offenbarenden Probleme - nicht einmal ansatzweise verstanden werden. Er bef rchtet, die beschriebenen Prozesse k nnten eine unkontrollierbare Eigendynamik entfalten und schlie lich im Krieg enden.
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