Wurde die Moralphilosophie David Humes durch chinesische und confucianistische Einfl sse gepr gt? Welche Hinweise sprechen f r diese auf den ersten Blick recht gewagte These?
Reinhard May sichtet in seinem Indizienbeweis zun chst die einschl gigen Informationen zu der Wirkungsm chtigkeit chinesischen Denkens in der europ ischen Philosophie vom Ende des 16. bis um die Mitte des 18. Jahrhunderts. Auch Hume steht in dieser Denktradition, wie zahlreiche seiner Bezugnahmen auf China und Confucius zeigen.
En d tail wird anschlie end der philosophische Kerngehalt der fr hen moralphilosophischen Schriften Humes chinesischem Gedankengut in Form der fr hen Mengzi-Versionen gegen ber gestellt. Die sinngem e bereinstimmung beider moralphilosophischer Positionen wird plastisch sichtbar gemacht.
Die Arbeit von Reinhard May liefert so eindr ckliche Anhaltspunkte f r seinen Anfangsverdacht: die Moralphilosophie David Humes basiert auf ma geblichen bereinstimmungen mit chinesischem Gedankengut. Die Hume-Forschung wird damit ganz wesentlich um einen neuen Themenkomplex bereichert.
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