Studienarbeit aus dem Jahr 2017 im Fachbereich Geschichte Europa - and. L nder - Mittelalter, Fr he Neuzeit, Sprache: Deutsch, Abstract: Wer sich mit dem Thema der Homosexualit t im Mittelalter besch ftigt, wird zuerst mit einem begrifflichen Problem konfrontiert. Einerseits birgt die Verwendung des Begriffs Homosexualit t, der aus der zweiten H lfte des 19. Jahrhunderts stammt, die Gefahr, dass moderne Vorstellungen auf das Mittelalter bertragen werden, andererseits kennt dieses Zeitalter selbst keine eindeutige Bezeichnung f r gleichgeschlechtliche Sexualit t. Vornehmlich wurden die Begriffe "Ketzerei", "Sodomie", "stumme S nde" und "Akt wider der Natur" verwendet. Der Begriff Sodomie ist von dem alttestamentarischen Sodom abgeleitet. Nach der g ngigen Auslegung mittelalterlicher Theologen vernichtete Gott die Bewohner der Stadt, da er w tend ber deren sexuellen Laster war. Daher kann der Begriff Sodomie s mtliche Arten "widernat rlicher Unzucht" vom Koitus mit Tieren, bis hin zum heterosexuellen Analverkehr bezeichnen. Trotzdem wurde dieses Wort in erster Linie zur Kennzeichnung homosexueller Handlungen benutzt. Personen, die sich dieses Vergehens schuldig machten, wurden als Sodomiten bezeichnet. F r die Kirche war Homosexualit t eine schwere S nde und durfte nicht genannt werden.
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