Mara wusste nicht, wie lange sie schon hier war. Vielleicht ein Tag. Vielleicht eine Woche. Die Dunkelheit war vollkommen. Es gab keine Ger usche, au er dem tropfenden Wasser irgendwo in der Tiefe und dem h mmernden Rhythmus ihres eigenen Herzens. Der Stein unter ihr war feucht und kalt. Die Luft roch modrig, nach Erde, nach altem Leben - und nach Verfall. Ihre Handgelenke schmerzten. Die Fesseln, aus Leder, schnitten tief in die Haut. Ihr linker Fu war an einen rostigen Eisenring gekettet, der in den H hlenboden eingelassen war. Die K lte kroch in jede Faser ihres K rpers, trotz der Decken, die der Mann ihr gelegentlich brachte.
Ein Serienm rder treibt sein Unwesen. Er entf hrt junge Frauen, verschleppt diese in H hlen. Manche berleben nur ein paar Tage, andere vegetieren schon mehrere Wochen in der Dunkelheit dahin.