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Paperback Heinrich Manns Kritik an der wilhelminischen Gesellschaft am Beispiel Diederich Heßling [German] Book

ISBN: 3638669637

ISBN13: 9783638669634

Heinrich Manns Kritik an der wilhelminischen Gesellschaft am Beispiel Diederich Heßling [German]

Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,0, Friedrich-Schiller-Universit?t Jena (Institut f?r Germanistische Literaturwissenschaften), Veranstaltung: Hauptseminar, Sprache: Deutsch, Abstract: "1906 in einem Caf? Unter den Linden betrachtete ich die gedr?ngte Menge b?rgerlichen Publikums. Ich fand sie laut, ohne W?rde, ihre herausfordernden Manieren verrieten mir ihre geheime Feigheit. Sie st?rzten massig an die breiten Fensterscheiben, als drau en der Kaiser ritt. Er hatte die Haltung eines bequemen Triumphators. Wenn er gegr? t wurde, l?chelte er - weniger streng als mit leichtsinniger Nichtachtung. Mit diesen Worten beschreibt Heinrich Mann in seinen Memoiren "Ein Zeitalter wird besichtigt" r?ckblickend jenes Erlebnis, das ihn zum Beginn seiner Arbeiten am "Untertan" veranlasste. Neben dieser Menschenmenge, die dem Kaiser euphorisch zujubelte, spielte wohl ein weiteres Geschehen an jenem Tage eine herausragende Rolle: "Ein Arbeiter wurde aus dem Lokal verwiesen. Ihm war der absonderliche Einfall gekommen, als k?nnte auch er, f?r dasselbe billige Geld wie die anders Gekleideten, hier seinen Kaffee genie en Obwohl der Mann keine Gegenwehr leistete, fanden der Gesch?ftsf?hrer und die Kellner lange ihr Gen?ge nicht, bis der peinliche Zwischenfall aus der Welt war. Nach den gesammelten Eindr?cken bedurfte es aber noch sechs Jahre bis Heinrich Mann "reif f?r den 'Untertan' war. Gerade aber das B?rgertum w?rde im Mittelpunkt des entstehenden Romans in Form einer Untertanenkarriere stehen. In seinen Memoiren charakterisierte der Schriftsteller sein Werk als "Roman des B?rgertums im Zeitalter Wilhelms des Zweiten. Urspr?nglich war sogar der provozierende Romantitel "Geschichte der ?ffentlichen Seele unter Wilhelm II." in Betracht gezogen worden, ob er aus Gr?nden der Zensur ver?ndert wurde, ist bis heute unklar. Vom Charakter des Romanhelden scheint Heinrich Mann schon sehr bald eine genaue Vorstellung gehabt zu haben

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