Als Tierarzt im Amerika des 21. Jahrhunderts - nach der Rezession - f hrt Finn ein gew hnliches Leben als Ehemann und Familienvater, bis er aus heiterem Himmel als Terrorist verhaftet und dazu verurteilt wird, bei dem Ehepaar Martha und Dorian Raynolds als sogenannter Reepo Wiedergutmachung zu leisten.
Der Schock sitzt tief, die Angst vor Strafen noch tiefer. Dennoch kreisen Finns Gedanken einzig und allein um das Wohl seiner Kinder. Er will sie um jeden Preis wiedersehen, selbst wenn das bedeutet, die vielger hmten vertrauensbildenden Ma nahmen zu erdulden, die der staatliche Dressurratgeber f r unkastrierte Reepos empfiehlt.
Die Collection 1 enth lt die folgenden 3 Teile der Serie HARD LINES - Property:
- Staatseigentum
- Objekt
- Praktikum
Wenn ich den Tag festlegen sollte, an dem mein pers nliches Inferno seinen Anfang nahm, dann w re es der Tag, an dem Mrs. Phillips zu mir in die Praxis kam.
Mrs. Phillips war keine angsteinfl ende Frau. Ich sch tzte die pummelige Dame auf etwas ber 60 Jahre. Sie wirkte rundlich, klein und mit ihrer ebensolchen Brille recht gem tlich. Stets trug sie ein L cheln auf den blassen Lippen und war die Freundlichkeit in Person.
Deshalb dachte ich mir auch nichts dabei, als ich aus dem Behandlungszimmer meiner Tierarztpraxis ins Wartezimmer huschte, um ein paar Papiere zu berpr fen, die mein Computerpad - Marke Snapscreen selbstverst ndlich - offenbar nicht abgespeichert hatte.
Mrs. Phillips unterhielt sich dort angeregt mit Mrs. Sherly, der Besitzerin einer Patientin von mir - der schlauen, aber eigenwilligen Papageiendame Nelly, die kr chzend das ihre zu der Unterhaltung beitrug.
Sehen konnte ich die beiden Damen nicht, nur h ren, weil sie gleich um die Ecke sa en und nicht mit der Lautst rke sparten. Ich w hlte in den Dateien und h rte notgedrungen mit halbem Ohr zu.
Offenbar zeigte sich Mrs. Sherly reichlich verwundert. Na, h bsch ist er ja. Aber in Ihrem Alter? Schickt sich das denn?
Mrs. Phillips lachte in der f r sie so typischen, gezierten Art. Aber um das Alter geht es ja gerade. Mein Enkel hat ihn mir geschenkt, wissen Sie? Weil ich doch so viel alleine bin.
Ich wettete mit mir selbst, dass der Enkel sich f r einen Labrador entschieden hatte. Irgendetwas Gro es, damit die arme Frau sich nicht so tief b cken musste, um ihn zu streicheln. Ein Labrador w rde auch wunderbar mit ihrer Katze zurechtkommen, deretwegen sie mich sonst immer aufsuchte.
Ach Das ist ja nett, fand Mrs. Sherly. Sie haben aber einen reizenden Enkel. Sehr f rsorglich.
Es war kein sonderlich interessantes Gespr ch. Erst als Mrs. Phillips den Grund ihres Besuches nannte, begann ich berhaupt, mich daf r zu interessieren.
Er ist auch ganz bezaubernd, mein Bobby, aber halt noch sehr jung, wissen Sie? Ihre Stimme berschlug sich ein bisschen. Verstehen Sie mich nicht falsch, er ist sehr gut dressiert - also daf r, dass er anfangs wohl ganz sch n ungezogen war. Aber er ist eben ein wenig ... wie soll ich mich ausdr cken ... ungest m. Und da hat mein Enkel mir geraten, ihn kastrieren zu lassen.
Aha, dachte ich und wusste jetzt, wo die Praxis und ich ins Spiel kamen. Wenigstens eine befriedigende Erkenntnis, denn das verschollene Formular hatte ich immer noch nicht gefunden und wurde deshalb allm hlich nerv s.
Kastrieren, wiederholte Mrs. Sherly nachdenklich. Ja, ich habe auch schon geh rt, dass sie dadurch wohl ruhiger werden. Aber zum Z chten k nnen Sie ihn dann halt nicht mehr geben.