An diesem Abend war der Neue etwas Besonderes. Honeymoon, hauchte er mir ins Ohr, als ich ihn nach seinem Namen fragte. Er knabberte sogar kurz anmeinem Ohrläppchen.
Meine Hose wurde enger und enger. Der Laden, in dem wir uns getroffen hatten, war zwar eine Schwulenkneipe, aber kein Darkroom. Der Besitzer achtete streng darauf, dass sich seine Gäste woanders austob- ten. Ohne Auto brauchten wir bis zu Mom um diese Zeit mindestens eine Stunde. So lange konnte ich unmöglich warten. Am liebsten wäre ich noch hier auf dem Barhocker über ihn hergefallen. Er ma zwar nur knapp Einssiebzig, aber seine Proportionen waren perfekt.
Wieder beugte er sich zu mir und atmete tief ein, als plante er, ein Parfüm aus meinem Geruch zu kreieren. Willst du mich anfassen?, hauchte er.
Unbedingt, krächzte ich. Gegen meine raue Kehle trank ich das Bier leer. Meine Hand lag auf seinem Hin- tern, bevor ich sie aufhalten konnte. Wenn er mich noch ein bisschen weiter provozierte, bekamen wir garantiert Hausverbot.
Plötzlich zog er sich zurück und fuhr sich durch die kurzen, goldbraunen Haare. Ich bin geschäftlich in der Stadt. Stell dir vor, mein Hotel liegt keine fünf Minuten entfernt.
Ich stell's mir gerade vor, winselte ich.
Er lachte herzlich, nahm meine Hand und führte mich hinaus. Der Sommer war warm genug, damit wir auch nachts ohne Jacken auskamen. Ich genoss den Anblick seines sehnigen Oberkörpers und stierte ihm konstant auf den knackigen Hintern, der sich unter sei- ner engen Jeans abzeichnete. Noch auf dem Weg zum Hotel hatte ich meine Finger unter seinem Hosenbund. Ich fand es nur fair, wenn wir beide spitz dort ankamen.
Es war ein billiges Hotel mit kaputtem Neon und einer vollbusigen Dame an der Rezeption. Nachdem sie uns mit tiefer, sonorer Stimme einen schönen Aufent- halt wünschte, war klar, dass der Busen sie oder ihren, beziehungsweise seinen Macker eine Stange Geld gekostet haben musste.
Auf der Treppe hatte ich ihn bereits vergessen und Honeymoons Hose zur Hälfte aufgeknöpft. Ich drückte ihn an die Wand, umarmte ihn, küsste ihn und fragte mit hei em Atem: Wie ist dein richtiger Name?
Honeymoon muss genügen, stöhnte er und war auch recht gut darin, mir an die Wäsche zu gehen.
Ich küsste ihn noch leidenschaftlicher und zog ihm das ausgeblichene Shirt über den Kopf. Na schön. Also Honeymoon. Toller Name.