Studienarbeit aus dem Jahr 1992 im Fachbereich Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte, Note: 1,3, Freie Universit t Berlin (FB Politische Wissenschaft (Otto-Suhr-Institut)), Veranstaltung: Repr sentative und plebiszit re Demokratie, Sprache: Deutsch, Abstract: Unter Repr sentation versteht man politikwissenschaftlich normalerweise, dass in einem repr sentativen Verfassungssystem das Volk mittels Parlamentsvertretern an der Staatsgewalt teilnimmt. Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, welche Rolle der Begriff der Repr sentation in der politischen Theorie Luhmanns spielt und welche Umgestaltungen er erf hrt. Ausgehend von dem Verst ndnis, dass die moderne Gesellschaft als funktional differenziertes Kommunikationssystem operiert, stellt Luhmann fest, dass Repr sentation so nicht mehr m glich ist. Denn der modernen Gesellschaft fehlt eine politische Spitze oder ein Zentrum. Das politische System ist gespalten in Regierung und Opposition. Repr sentation ist in der Moderne daher lediglich eine Fiktion und obsolet und sollte durch Reflexion ersetzt werden. Entscheidend ist, da Luhmanns Kritik sich nicht auf inhaltlich-normativer Ebene vollzieht, sondern auf begrifflich-kategorialer: nicht, ob Repr sentation etwa mit Demokratie, verstanden als Realisierung des Volkswillens, kollidiert, ist seine Fragestellung, sondern ob die Realit t der modernen, funktional differenzierten Gesellschaft mit den Begriffen, die sie beschreiben, berhaupt noch bereinstimmen kann. Nicht die Verh ltnisse selbst, sondern irref hrende Beschreibungen von ihnen stehen im Mittelpunkt seiner Kritik.
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