Es war die gro e Idee vor anderthalb Jahrzehnten: Deutschland sollte eine "Bildungsrepublik" werden und Europa der dynamischste wissensbasierte Wirtschaftsraum.
Was ist daraus geworden?
PISA und andere Gro studien kommen zu dem Schluss, dass die Idee nicht realisiert wurde, dass im Gegenteil der Vertrauensverlust in Bildung und Wissenschaft zugenommen habe.
Andererseits wird der BRD eine historisch lebendige Wissensproduktion durch Universit ten, Forschungsinstitute, Branchenverb nde usw. attestiert.
Und alles Wissen ist verf gbar, mit wenigen Mouse-Clicks, wenn man will.
Aber will man?
Bedingt.
Denn es herrscht vielfach eine eher bellaunige Kritik an der sogenannten Komplexit t der Wissenschaft und ihrer Vermittlung. Im Windschatten dieser Kritik hat sich ein lukratives Gesch ftsfeld der Vereinfachung etabliert: Pop-Philosophen, selbsternannte Trendforscher, Seminaranbieter f r pers nlichen Erfolg versprechen "leichte Verdaulichkeit", distanzieren sich von vorgeblich realit tsfernen Insassen der Elfenbeint rme - nehmen aber doch berraschend Wissenschaftlichkeit selbst in Anspruch.
Das Buch f hrt auf der Grundlage einer ebenso unterhaltsamen wie tiefgreifenden Recherche zu einer L sung: die engagierte Teilhabe an einer bildungsrepublikanisch verfassten Wissensgesellschaft als Sicherung komplexer Zukunft.